Hörstörungen
Hören Sie schlechter oder plötzlich wie durch Watte? Wir gehen der Ursache medizinisch auf den Grund – denn oft lässt sich das Gehör behandeln, bevor man an ein Hörgerät denkt.
Hörprobleme werden oft vorschnell auf das Alter geschoben. Doch nicht immer ist sofort ein Hörgerät nötig. Als Facharztpraxis schauen wir erst einmal genau hin: Gibt es eine medizinische Ursache, die wir beheben können?
Die Ursachen für Hörstörungen sind vielfältig – sie können vom äußeren Ohr über das Mittelohr bis zum Innenohr und Hörnerv reichen. In manchen Fällen liegt die Ursache in einem Ohrenschmalzpfropf (Cerumen obturans), in anderen steckt eine Flüssigkeitsansammlung im Ohr (Paukenerguss), eine chronische Entzündung oder ein Trommelfell-Defekt dahinter.
Wir lokalisieren das Problem:
- Im Gehörgang oder Mittelohr: Hier blockiert etwas den Schall – z. B. ein Trommelfell-Defekt, Cholesteatome (Knochenfraß im Mittelohr) etc. Je nach Befund kann eine gezielte Behandlung oder operative Versorgung in Frage kommen.
- Im Innenohr: Hier können die Ursachen von Durchblutungsstörungen über Lärm- oder altersbedingte Schäden bis hin zu seltenen Erkrankungen reichen. Je nach Schweregrad des Hörverlusts (Hypakusis) beraten wir Sie zu geeigneten Hilfsmitteln. Bei hochgradigem Hörverlust kommen auch Cochlea-Implantate (CI) oder knochenverankerte Hörsysteme in Frage – wir leiten Sie dafür an spezialisierte HNO-Zentren weiter.
Neugeborenen-Hörscreening: Schon bei Neugeborenen prüfen wir das Hörvermögen mittels otoakustischer Emissionen (OAE). So können mögliche Hörstörungen frühzeitig erkannt und behandelt werden, bevor sie die Sprachentwicklung beeinträchtigen.
Bei Hörsturz: Schnell handeln. Tritt eine Hörminderung plötzlich auf (“Watte im Ohr”, Piepen), kann ein Hörsturz vorliegen. Eine zeitnahe Behandlung ist hier wichtig. Wir leiten umgehend geeignete Therapien ein, um die Durchblutung zu fördern und Ihr Gehör zu erhalten.
Weiterführende Diagnostik: Ist die Ursache nicht eindeutig, veranlassen wir weiterführende Untersuchungen wie eine Kernspintomographie (MRT) beim Radiologen, um Veränderungen am Hörnerv oder Innenohr sichtbar zu machen.
Unsere Leistungen:
- Umfassende Hörtests (Töne & Sprachverstehen)
- Otoakustische Emissionen (OAE) – auch für das Neugeborenen-Hörscreening
- Mikroskopische Untersuchung der Gehörgänge
- Zeitnahe Behandlung bei Hörsturz
- Weiterführende Diagnostik (z. B. MRT) und Weiterleitung an spezialisierte Zentren